Beichte

1.  Beichte in der Seelsorgeeinheit Bruchsal

BEICHTGELEGENHEIT in der SE Bruchsal

Unsere Liebe Frau


Jeden Samstag 16:30 - 17:30 Uhr

St. Paulusheim
Huttenstr. 49


Vormittags
Montag - Freitag 09:30 - 11:00 Uhr oder
Nachmittags
Dienstag - Freitag 16:00 - 17:30 Uhr
(entfällt in den Schulferien)

Auch sonst können Sie Pfarrer Ritzler oder die Pensionäre gerne jederzeit ansprechen und einen individuellen Termin für ein Beichtgespräch vereinbaren.

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Impulse zur Beichte.pdf)Impulse zur Beichte[Flyer zur Beichtvorbereitung]183 KB

2.   Zur Bedeutung Beichte

Sich aussprechen, die eigenen Schwächen und Fehler anschauen, Vergebung erfahren: Das wird uns im Sakrament der Buße geschenkt. Denn nicht nur der Körper, sondern auch die Seele leidet, wenn jemand in seinem Hass und in seiner Wut stecken bleibt. Wem Unrecht getan worden ist, der verspürt – sobald er daran denkt – Wut oder Bitterkeit. Wer sich reflektierend damit auseinandersetzt, erkennt auch den eigenen Anteil an der Verletzung durch andere und bringt vielleicht sogar Verständnis für das Handeln des anderen auf.

Im Vaterunser beten wir: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern." Wir können es mit diesem Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat, nur ernst nehmen, wenn wir bereit sind, einander unsere täglichen kleinen und größeren Fehler zu verzeihen. Denn wer Gott um die Gnade der Vergebung bittet, muss seinen Mitmenschen ebenfalls in der Haltung der Vergebung und nicht der Vergeltung begegnen.

Im Sakrament der Buße oder Versöhnung erfahren wir Gottes Zuwendung und Vergebung. Jesus selbst hat seine Jünger – und damit alle Priester – bevollmächtigt, in seinem Namen Sünden zu vergeben: „Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben" (Johannes 20,23). In der frühen Kirche mussten Christen, die schwer gesündigt hatten, öffentlich Buße tun. Im Frühmittelalter wurde dann die Privatbeichte eingeführt. Daraus entwickelte sich im 19. Jahrhundert die Andachtsbeichte. Sie war eng angelehnt an die Eucharistie. Man glaubte, dass jemand nur dann würdig sei, zur Kommunion zu gehen, wenn er vorher gebeichtet hatte. Diese Beichtpraxis geriet erst in den 1950er-Jahren ins Wanken. Das Sakrament der Buße hatte bei vielen Katholiken einen üblen Beigeschmack. Sie konnten ihm nichts abgewinnen, wussten oft gar nicht, was sie überhaupt beichten sollten.

Vorbereitung auf die Beichte

Unser Anhang oder die Gewissensspiegel im "Gotteslob" (ab Nr. 593) können helfen, mehr Klarheit über die eigene Beziehung zu Gott, das Verhältnis zu sich selbst und zu seinen Mitmenschen zu gewinnen und sich selbst mit Lebensfragen auseinanderzusetzen.

3. Beichten – wie geht das konkret?

  • Das Beichtgespräch beginnt mit dem Kreuzzeichen: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Meine letzte Beichte war vor ….“

  • Nun ist es möglich, das auszusprechen, was bei der Besinnung klar wurde. Es ist angebracht, über das zu reden, was einem Leid tut oder bedrückt. Am Ende des Gesprächs ist es angebracht zu sagen: „Das sind meine Sünden. Ich bitte Gott um Vergebung." Oder einfach: „Gott sei mir Sünder gnädig.“

  • Nun wird der Priester auf den einen oder anderen Punkt eingehen und eine Buße formulieren. Das kann ein Gebet oder ein gutes Werk sein. Am Ende der Beichte darf der Priester im Auftrag Jesu die Sünden vergeben. Er sagt unter anderem in der Lossprechungsformel: „ So spreche dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters + und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. „
    Zu diesen Worten macht der oder die Beichtende das Kreuzzeichen.

  • Der Priester beendet das Beichtgespräch mit den Worten: „Gelobt sei Jesus Christus!"
    Darauf antwortet die oder Beichtende: „In Ewigkeit. Amen.“