Einblicke in St. Peter

Die Gemeinde St. Peter liegt etwas erhöht im östlichen Teil der Stadt unterhalb des Hauptfriedhofs. Sie umfasst gut 1400 Katholiken und bildet mit fünf weiteren Kirchen die Seelsorgeeinheit St. Vinzenz, zu der rund 11.000 Katholiken gehören.

Bei der Innenrenovation 1996 wurden ein neuer Altar und Ambo angefertigt und in der Mitte der Kirche platziert, um die gottesdienstliche Gemeinde anders als zuvor um den Altar zu versammeln. Damit bietet die Kirche heute rund 350 Gottesdienstbesuchern Platz und wird gerne für kirchenmusikalische Aufführungen verschiedenster Art genutzt. Die zweimanualige Orgel wurde von dem tschechischen Orgelbauer Vladimir Slajch (ansässig in Borovany, nahe bei Budweis) 2004 errichtet und verfügt über 30 klingende Register.

Neben den Ministranten, der Gruppe Begegnung im Glauben und dem Perukreis trifft sich der Chor St. Peter & Paul regelmäßig. Er gestaltet ähnlich wie die Gruppe Vox Dei“ immer wieder Gottesdienste in St. Peter sowie in der Seelsorgeeinheit mit.

Gerne nutzen kirchliche Gruppierungen das Pfarrzentrum St. Peter unweit der Kirche, das 1999 neu errichtet wurde. Für Anfragen oder Reservierungen des Pfarrzentrums St. Peter wenden Sie sie bitte an unseren Verantwortlichen.

Direkt neben dem Pfarrzentrum befindet sich der Kindergarten St. Peter. Dort kümmern sich 11 Erzieherinnen in 3 Gruppen um bis zu 69 Kinder.

Auch wenn die Quellenlage über die Anfänge der Stadt Bruchsal recht dürftig ist, so bildeten wohl zwei Höfe den Ursprung der Ansiedlung. Der jüngere war ein Königshof mit Marienkapelle in der Talsohle des Saalbaches. Der ältere war der Weißenburger Hof, der sich im Umfeld der heutigen Peterskirche befand. Er gehörte zum Besitz des Benediktinerklosters Weißenburg und war wohl von Anfang an mit einer Kapelle ausgestattet, auch wenn erstmals 1278 urkundlich eine Kapelle erwähnt wurde, die dem heiligen Petrus geweiht war. Diese wurde 1320 zerstört, jedoch wurde um 1360 an der gleichen Stelle ein gotischer Hallenbau errichtet, der sogar den 30jährigen Krieg überstand. Doch bei der "großen Brunst" am 10.08.1689 sank auch sie in Schutt und Asche.

Als Damian Hugo von Schönborn, der 1719 Fürstbischof von Speyer wurde und 1722 den Grundstein zum Bruchsaler Schloss legte, fasste er den Entschluss, auch eine neue Peterskirche mit eigener Bischofsgruft zu bauen. Mit der Fertigung der Pläne beauftragte er 1736 den berühmten Baumeister Balthasar Neumann, der als Grundriss die Form eines gleicharmigen Kreuzes wählte. Schönborns Nachfolger Franz Christoph von Hutten konnte das Gotteshaus am 1744 einweihen.

Unverändert sticht seither die Peterskirche mit ihren beiden 58 m hohen Türmen schon von weitem ins Auge. Im Inneren bildet der Hochaltar, der nach den Plänen von Balthasar Neumann angefertigt wurde, das Herzstück der Kirche. Engel zeigen im oberen Teil das umgekehrte Kreuz des hl. Petrus. Darunter befinden sich die Holzstatuen der Apostelfürsten Petrus und Paulus. Während im linken Seitenaltar die Gottesmutter Maria dargestellt wird, ist im rechten Seitenaltar eine Statue des hl. Sebastian zu sehen.