Behindertenbegleitung

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Annette Dutzi-Braun
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 A. Duzti-Braun
Weitere Informationen unter  Luthergemeinde - Behindertenbegleitung

Wer Zeit und Lust hat, selbst mitzulaufen, der möge einen der Begleiter einfach nach dem Gottesdienst ansprechen.
Alles Weitere kann dann gerne erläutert werden. Für die, die sich nicht sicher ist, ob sie eine solche Aufgabe übernehmen können, zitiert Gründungmitglied Antoinette Schauer immer gerne Sheri Wilson, der gesagt hat: „Gott beruft nicht fähige Leute, er befähigt die, die er beruft.“ Annette Dutzi-Braun 
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Es ist im wahrsten Sinne des Wortes bemerkenswert, wenn die Bewohner der Bruchsaler Lebenshilfe zum Gottesdienst kommen. Zum einen, weil sie manchmal unfreiwillig auffallen, zum anderen, weil sie inzwischen fest zum Gemeindebild dazugehören. Das ist es keineswegs selbstverständlich! 

Allerdings können die meisten Besucher nicht ohne fremde Hilfe von der Lebenshilfe zur Kirche gelangen. Aus diesem Grund hat sich vor fast 9 Jahren eine Gruppe gebildet, welche die Menschen hin- und wieder zurückbegleitet. Doch auch dieser einfache Dienst ist für die Begleiter ein Geben und Nehmen geworden. Denn man fragt sich: „Wer begleitet hier eigentlich wen?“ „Ich fühle mich reich beschenkt!“, betont ein Gruppenmitglied, und ergänzt: „Denn ich lerne, durch ihre Augen und ihre Ohren besser sehen und hören.“

Und ein anderer erzählt: „Wenn ich mit einem sehbehinderten Menschen laufe, dann muss ich mich seinem Schritt anpassen. Ich muss spüren was der andere Mensch benötigt, und lerne
so, diesen bewusster wahrzunehmen. Das ist ein großes Geschenk.“ 

Zu den Highlights für die Lebenshilfebewohner gehören die Besuche am Kirchenkaffee und beim internationalen Pot-Luck. Denn hier ergibt sich ganz zwanglos die gern genutzte Möglichkeit, mit anderen Gemeindemitgliedern in Kontakt zu kommen. Zwar ist die Organisation in der Luthergemeinde angesiedelt, jedoch ist das Angebot ausdrücklich ökumenisch zu verstehen. Viele der Lebenshilfebewohner sind katholisch, auch in der Begleitgruppe gibt
es gleichermaßen evangelische wie katholische Christen. Daher wird im Wechsel sowohl die Lutherkirche besucht als auch die Hofkirche.

Auf die Frage nach ihrer Motivation, immer wieder mitzulaufen, antwortet eine Begleiterin: „Es sind doch meine Nachbarn. Und ich mag sie einfach.“ Und etwas provokativ sagt ein anderer: „Es gibt keinen Grund, es nicht zu tun!“