Buchtipp des Monats

das feld kl

„Das Feld“ von Robert Seethaler
Besser könnte ein Buch nicht in die Jahreszeit passen. Im Monat November, der im Zeichen des Totengedenken steht, nimmt uns der Autor mit auf den Friedhof einer Kleinstadt.

Hier sitzt tagtäglich der alte Harry Stevens und meint die Toten in Gesprächen miteinander zu hören.

Tatsächlich erzählen in den folgenden Kapiteln 29 Verstorbene Episoden aus ihrem Leben. Überraschende, berührende und melancholisch-heitere Kurzgeschichten ergeben ein facettenreiches Porträt der Bewohner und ihrer Stadt.

Der Pfarrer kommt ebenso zu Wort, wie der Bürgermeister. Ein Paar erzählt von seiner Beziehung, wir lernen die Lehrerin und die Blumenhändlerin kennen. Wir erfahren etwas über den Glücksspieler und dem Glück seine Frau beim Tanztee zu finden. Momentaufnahmen von Erfolg und vom Scheitern.

In einer ruhigen, gefühlvollen Atmosphäre erkennt der Leser die Verflechtungen und zwischenmenschlichen Verbindungen der Verstorbenen. Seethaler hat ein sensibles Thema in einen bedächtigen Roman verpackt. Selbst Banalem verleiht er Bedeutung und in einfacher Sprache entstehen tiefgründige Bilder, ohne bedrückend oder deprimierend zu sein.

Lässt sich der Leser auf dieses Buch ein, wird auch er sich die Frage stellen: Was macht ein gutes Leben aus? Lebe ich selbst gut?

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das feld kl„Das Feld“ von Robert Seethaler

Besser könnte ein Buch nicht in die Jahreszeit passen. Im Monat November, der im Zeichen des Totengedenken steht, nimmt uns der Autor mit auf den Friedhof einer Kleinstadt. Hier sitzt tagtäglich der alte Harry Stevens und meint die Toten in Gesprächen miteinander zu hören.
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siehe auch
Neuerscheinungen Stand Juni 2018

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