Katholische Seelsorgeeinheit St. Vinzenz Bruchsal - Guten Abend

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Wir machen mit!

Lichter der Hoffnung 300Das „Licht der Hoffnung“ soll auch bei uns leuchten. Neben brennenden Kerzen werden um 19 Uhr die Glocken unserer katholischen und evangelischen Kirchen läuten und >> zum Gebet (etwa dem Angelus), einer kurzen Besinnung oder dem Anzünden einer eigenen Kerzen einladen.
...unsere ersten Eindrücke von Bruchsaler, die gemeinsam hoffen und beten...

 

Wort zum 5. Fastensonntag von Pfarrer Ritzler

Liebe Gemeindemitglieder!

Gerne würde ich Sie persönlich fragen, wie es Ihnen in dieser schwierigen Zeit geht. Wie Sie den Tag gestalten, ob Sie arbeiten „dürfen“ oder zu Hause sind, ob Sie zuversichtlich oder niedergedrückt sind, welche Gedanken Sie beschäftigen usw. Leider ist das aktuell nur sehr begrenzt möglich, aber ich hoffe und bete, dass Sie Menschen in Ihrem Umfeld haben, mit denen Sie sich austauschen und zumindest per Telefon oder Internet in Verbindung sein können. 

Mich erreichen dieser Tage viele positive Rückmeldungen zum „Licht der Hoffnung“. Viele hören seit langem wieder bewusst das Läuten der Glocken und stellen Abend für Abend eine brennende Kerze in ihr Fenster. Heute möchte ich Sie einladen, mir ein Bild von Ihrer Kerze zu schicken. Wir werden die Kerzen dann auf unserer Homepage in einer eigenen Bildergalerie zeigen. Oder vielleicht mögen Sie mir erzählen, was Sie um 19 Uhr machen, wenn die Kerze brennt. Vielleicht gibt es ja ein bestimmtes Gebet oder ein kleines Ritual, das sie alleine oder mit Ihren Mitbewohnern vollziehen? Oder besondere Erfahrungen und Erlebnisse, die sich da einstellen?

Täglich sehen wir, dass die Zahl der Infizierten immer noch steigt. Das bedeutet, dass wir wohl noch eine gewisse Zeit mit den Einschränkungen leben müssen. Ob es eine Zeit ist, in der sich Menschen verstärkt auf das Wesentliche (zurück-) besinnen, lässt sich aktuell nur schwer beantworten. Letztlich liegt es an jedem und jeder einzelnen von uns, was wir daraus machen. 

Das Evangelium des heutigen Sonntags (Johannes 11,1-45) stellt uns die Auferweckung des toten Lazarus vor Augen. Am Ende heißt es diskret: „Viele, die gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.

Viele, aber längst nicht alle – obwohl alle das Gleiche erlebt und gesehen hatten. So unterschiedlich wir Menschen in unseren Persönlichkeiten sind, so unterschiedlich nehmen wir eben auch Ereignisse und Situationen wahr – damals wie heute. Auch Marta, die wie ihre Geschwister Maria und Lazarus zum Freundeskreis Jesu gehörte, reagiert seltsam verhalten. Jesus sagt zu ihr nicht nur: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ Nein, er fragt sie auch: „Glaubst du das?“

Doch Marta antwortet nicht einfach: „Ja, ich glaube es!“,  sondern gibt zur Antwort: „Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes.“ Vielleicht ist ihr die Aussage Jesu zu abstrakt; vielleicht tut sie sich leichter zu sagen, wer dieser Jesus für sie persönlich ist: Er ist der Freund der Familie – und er ist Gottes Sohn, der schon weiß, was er tut. Und in der Tat: Ihr (Gott-)Vertrauen wird nicht enttäuscht. Ihr Bruder Lazarus wird von Jesus auferweckt. Ein weiteres Zeichen von ihm, das seiner unvorstellbare Botschaft von EWIGEN Leben Glaubwürdigkeit verleiht. Das stärkt das Vertrauen von Marta und vieler anderer. Auch unser Vertrauen?

Jesu Worten können wir nur glauben, weil wir ihm vertrauen. Zu sehr übersteigen sie unsere Vorstellungen. Aber sie besagen: Wer auf Jesus vertraut, dessen Leben wird mit dem Tod verwandelt. Eine Verwand­lung, die mehr ist als der Wechsel der Jahreszeiten, den wir an einem Baum ablesen. Mehr als der Wandel einer Raupe zum Schmetterling. Mehr als die Weitergabe des Lebens von Generation zu Generation. Gibt es in uns nicht eine tiefere Sehnsucht, dass am Ende unseres Lebens nicht Tod und Dunkelheit, Vergäng­lichkeit und Leere stehen, sondern Leben und Licht, Fülle und ewige Gemeinschaft?

Ja, drücken wir diese Hoffnung nicht durch jede gute Tat aus, die wir vollbringen, und durch jedes Gebet, das wir sprechen? Durch jedes geduldig getragene Kreuz und jedes Opfer, das wir in Liebe auf uns nehmen? All das orientiert sich nicht am Gesetz des Stärkeren, wie es im Reich der Tiere gilt, oder am physikalischen Gesetz der Entropie, demzufolge alles, was ist, stets auf den energieärmeren Zustand zusteuert. Nein, es orientiert sich am Gesetz der Liebe, die Zeit und Raum über­steigt. Oder um es frei nach Nietzsche zusagen: Alle Liebe will tiefe, tiefe Ewigkeit.

Jesus sagt von sich: Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Oder an anderer Stelle: Bevor Abraham war, bin ich. Oder eben: Ich BIN die Auferstehung und das Leben. Wer so etwas behauptet, ist entweder ein größenwahnsinniger Angeber. Oder was er sagt, ist wahr. Dann hätten wir eine Hoffnung, an der wir uns festhalten können – und die UNS hält und trägt, tröstet und befreit. Möge diese Hoffnung in diesen Tagen in uns wachsen und uns Halt und Zuversicht schenken.

pfarrer dr benedikt ritzler

In diesem Sinne grüßt und segnet Sie recht herzlich,

Ihr Pfarrer Benedikt Ritzler

PS: Die Stadtkirche und die Hofkirche sind unverändert tagsüber offen und laden ein zum Verweilen und zum Gebet. Und Sie finden auf unserer Homepage www.se-bruchsal.de Hinweise zu den GOTTESDIENSTÜBERTRAGUNGEN sowie zu den HILFSANGEBOTEN, wenn Sie selbst nicht einkaufen können.

Anhänge:
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Der nette Opa? Der Kumpel Typ von nebenan? Der hilfreiche Onkel von nebenan? Ulrich Lehner nimmt den Leser mit auf eine Entdeckungsreise um herauszufinden, wer Gott wirklich ist. Dabei zeigt er, dass der christliche Gott keiner ist, den man in schlechten Zeiten um eine Therapiestunde bittet. Man spürt beim Lesen: Ja, dieser Gott ist unbequem – und deshalb begeistert und bewegt er. Ein spannendes, hochaktuelles Buch, das jeden dazu anregt, über seine Beziehung zu Gott nachzudenken und einen dazu bringt, sein Leben abwechslungsreicher zu gestalten.  weiterlesen... 

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Bücherei St. Paul

 

  

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