Katholische Seelsorgeeinheit St. Vinzenz Bruchsal - Guten Abend

  • Herzlich Willkommen bei der Seelsorgeeinheit St. Vinzenz Bruchsal
  • Erntedank SE St. Vinzenz: Sa 03.10. St. Anton und St. Josef um18 Uhr, So 04.10. um 9 Uhr Stadtkirche und St. Peter und 10:30 in der Hofkirche Bruchsal weiterlesen

Wort zum 5. Ostersonntag

Liebe Gemeindemitglieder!
Endlich! Endlich gibt es spürbare Lockerungen der bislang unverzichtbaren Einschränkungen! Darüber freuen wir uns alle, da sie uns aufatmen lassen und zeigen: Wir bewegen uns wieder ein Stück in Richtung Normalität. Noch ist dieses Ziel zwar nicht erreicht, aber die belastende Ungewissheit wird spürbar kleiner.

Dazu können hoffentlich auch unsere Gottesdienste beitragen, an denen ab dem 16. Mai wieder Gläubige teilnehmen dürfen. Diese Gottesdienste werden zwar anders sein als gewohnt. Aber sie ermöglichen uns immerhin, unsren Glauben gemeinsam zu feiern. Wie sieht das konkret aus? 

Gemeinsam mit dem Pastoralteam und dem Vorstand des Pfarrgemeinderates haben wir uns vor dem Hintergrund der aktuellen Vorschriften des Landes und des Erzbistums auf folgendes Vorgehen ab dem 16.5. verständigt:

- Wir markieren in den Kirchen die Sitzplätze. Das bedeutet, dass je nach Kirche 70-90 Menschen den Gottesdienst mitfeiern können.

- Damit dies möglichst vielen Gläubigen möglich ist, erhöhen wir die Zahl der Eucharistiefeiern. Das bedeutet für die nächsten Wochen: 

      samstagabends um 18 Uhr hl. Messe in St. Josef UND in St. Anton

      sonntagmorgens um 9 Uhr hl. Messe in St. Peter UND in der Stadtkirche. 

         sowie (wie bisher) um 10.30 Uhr hl. Messe in der Hofkirche u. in St. Paul bzw.

         um 19.30 h in der Stadtkirche

      an Christi Himmelfahrt: 10.30 Uhr in St. Anton UND in der Stadtkirche

Auch die Werktagsgottesdienste können zum größten Teil im bisherigen Rahmen stattfinden. Je nach Anzahl der Besucher werden wir nach Pfingsten das Angebot beibehalten oder wieder reduzieren. Wir bitten jetzt schon um Verständnis, wenn der Begrüßungsdienst, den es ab sofort geben wird, ggf. Gottesdienstbesucher nicht einlassen kann. Jedoch müssen wir die Obergrenzen zum Schutz aller strikt einhalten, zumal Stichproben durch staatliche Organe nicht ausgeschlossen sind. Genaue Informationen finden sich auch auf unserer Homepage sowie im Pfarrbrief, der ab Freitag wieder in den Kirchen ausliegt. 

Dieser Tage habe ich den netten Spruch gelesen: 

Das Leben ist kein Fertighaus, sondern eine Dauerbaustelle. Es gibt immer was zu tun! Etwas Ähnliches begegnet es in der Lesung zum aktuellen Sonntag. Dort werden wir im 1. felsenPetrusbrief (1 Petr 2,5) aufgefordert: Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen.“ 

Lebendige Steine sein – das bedeutet zunächst: Sonne und Regen, Hitze und Kälte ausgesetzt sein; Höhen und Tiefen, Schönes und Schweres aushalten; akzeptieren, dass das Leben sichtbare Spuren hinterlässt. 

Lebendige Steine sein meint aber auch: Wir sind nicht fertig, sondern verändern uns mit jedem Atemzug: unser Äußeres ebenso wie unsere Persönlichkeit, unsere Lebens­erfah­rung wie auch unseren Glauben. So schwingt im Bild von den „lebendigen Steinen“ auch die Zuversicht mit, dass wir täglich wachsen können, dass manches heilen, sich entfalten oder reifen kann. Manches müssen wir aushalten und ertragen, Manches können wir aber auch bewegen, gestalten – und dankbar genießen. Lebendige Steine sein – das hat nicht zuletzt mit Beziehung mit anderen und mit spürbarer Verbundenheit zu tun. Darum spricht der heilige Paulus vom Leib und seinen Organen, die gemeinsam ein lebendiges Ganzes bilden. 

Orientierung und Hilfe, eine Art Bauplan für die „Dauerbaustelle Leben“ ist für uns Jesus Christus. Von ihm lesen wir im Vers davor: „Kommt zum Herrn, dem lebendigen Stein.“ Zu ihm zu kommen heißt doch, dass wir aufeinander zugehen: Er kommt uns entgegen, und wir kommen ihm näher, bis wie einmal ganz bei ihm sind. Dann werden wir mit ihm das Leben in Fülle teilen. Bis dahin leben wir in der österlichen Hoffnung, dass nicht der Tod, sondern das Leben das letzte Wort hat. Jesus hat es uns versprochen, wie wir im Evangelium lesen (Joh 14,3): „Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten.“

Mit den Worten des heutigen Evangeliums können wir beten: Jesus, oft gleicht mein Leben einer Baustelle. Ich taste mich voran – und will dir glauben, der du sagst: ICH bin der Weg. Ich suche nach Orientierung – und will dir vertrauen, der du sagst: ICH bin die Wahrheit. Ich suche nach Erfüllung – und will auf dich hören, der du sagst: ICH bin das Leben. Lass mich deine tröstende Nähe spüren und dein Wirken als Wegweiser zum ewigen Leben erkennen, lass mich deine Worte als Wahrheit begreifen, die trägt, und im Glauben an dich das Leben in Fülle finden. Amen. 
In diesem Sinne grüßt und segnet Sie und Ihre Lieben sehr herzlich, Ihr Pfarrer Benedikt RitzlerPfarrer Ritzler 2

PS: Und den Müttern von Herzen alles Gute zum Muttertag. :)

Anhänge:
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