Schau nach oben, schau hin!

Schau-hin-Gottesdienst in St. Peter weitet den Blick

Wer die prächtige Barockkirche St. Peter betritt, dessen Blick zieht es automatisch nach oben, hin zu der zentralen Kuppel mit dem Heiligen Geist im Strahlenkranz aus Goldstuck. Und so ergab sich beim jüngsten Schau-hin-Gottesdienst die besondere Gelegenheit, die Kuppel ausgiebig zu betrachten - mit in den Nacken gelegtem Kopf oder mit dem Hilfsmittel Spiegel.

Im Rahmen der Freitagabendmesse erfuhren die zahlreichen Besucher Interessantes rund um die Entstehung der Kuppel, die der Barockbaumeister und Romkenner Damian Hugo von Schönborn als sogenannte Scheinkuppel angelegt hat und an der Dachkonstruktion aufhängen ließ. Er selbst ist direkt unter dieser Kuppel beerdigt, sodass er sich auch im Tod seinem Himmel ganz nah wissen konnte. Spannendes hörte  man ebenfalls über die dargestellten Apostel und ihre Attribute sowie von der Taube im Zentrum als Symbol des Heiligen Geistes. Nach so viel geschichtsträchtigem Wissen freuten sich alle, draußen bei Zwiebelkuchen und neuem Wein das milde Herbstwetter zu genießen und die Arbeitswoche ausklingen zu lassen - den Blick nach oben zum Himmel geweitet. 
 
Fotos: Simone Staron