Sterben und Tod

 

Unseren eigenen Tod müssen wir sterben. Mit dem Tod der anderen müssen wir leben. Deshalb bitten wir Christen im Umgang mit dem Tod um Kraft und Trost. Wir danken Gott für das Gute, das wir von Verstorbenen empfangen haben, und wir bitten Gott, dass er ihnen all das verzeihen bzw. das vollenden möge, was unvollendet und mit Schuld beladen war.
 
Tote begraben ist ein Werk der Barmherzigkeit. Das Bestatten der Verstorbenen ist eines der sieben Werke der Barmherzigkeit. Die Beerdigung ist kein Sakrament, sondern ein Dienst am Nächsten. In vielen Ländern der Erde ist es gängige Praxis, dass beauftragte Gemeindemitglieder vor Ort die Totengebete sprechen und die Verstorbenen zu Grabe geleiten, weil Priester oft wochenlang nicht in die Gemeinde kommen.
Das Seelenamt ist die Begegnung mit dem Auferstandenen. Es ist ein Dienst der Kirche für den Verstorbenen, aber auch für die Lebenden. Denn in Brot und Wein begegnen wir dem Auferstandenen, der aus der Totenwelt zurückkam und uns sagt: „Fürchte dich nicht. Ich habe den Tod besiegt!“ Im Seelenamt beten wir also für den Verstorbenen. Und wir stärken in uns die Hoffnung auf die Auferstehung.
 
 

Konkrete Schritte zur Vorbereitung einer Beerdigung

1. Erste Kontaktaufnahme
Das Friedhofsamt (oder das Bestattungsinstitut) füllt mit den Angehörigen das Formular „Meldung über Beisetzung im Stadtbezirk Bruchsal“ aus. Hierbei wird auch überlegt, wann und wo die Bestattung, d.h. die Beisetzung des Sargs oder der Urne stattfinden soll. Dieses Formular übermittelt das Friedhofsamt direkt an unser Pfarrbüro. Nach Rücksprache mit dem Pfarrbüro kann dann der Termin für die Beisetzung endgültig festgelegt werden.
 
2. Trauergespräch
Pfarrer Ritzler, Pater Dieudonné, Gemeindereferentin Gallinat-Schneider oder Diakon Wilhelm nimmt mit den Angehörigen telefonisch Kontakt auf und vereinbart einen Termin für das Trauergespräch. Das Trauergespräch findet bei den Angehörigen oder im Vinzentiushaus (Josef-Kunz-Str. 4) statt.
Hierbei werden auch Details für die Trauerfeier festgelegt, etwa die musikalische Gestaltung, sowie die Möglichkeit eines Seelenamtes. Ebenso können weitere offene Fragen geklärt werden.
 
3. Seelenamt
Je nach Wunsch der Angehörigen kann am Tag der Beisetzung des Sarges bzw. der Urne in Verbindung mit dem jeweiligen Abendgottesdienst in der Seelsorgeeinheit Bruchsal ein Seelenamt für die verstorbene Person gefeiert werden. Ebenso ist es möglich, dass in einem der Gottesdienste am Wochenende in besonderer Weise des oder der Verstorbenen gedacht wird.
 

Im Gotteslob finden sich unter Nr. 28 das „Hausgebet für Verstorbene“ sowie passende Lieder zu Tod und Vollendung, Vertrauen und Trost unter Nr. 500-510 bzw. 839-850.
 
Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Gemeinde von Thessaloniki (1 Thess 4,13f.): Wir wollen euch über die Verstorbenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Wenn Jesus – und das ist unser Glaube – gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen.

Gebete

O Herr, gib unseren Verstorbenen die ewige Ruhe.
Und das ewige Licht leuchte ihnen.
Herr, lass sie ruhen in Frieden. Amen.
 
Heiliger, lebendiger Gott! Solange wir leben, bist du bei uns, und wenn wir sterben, sind wir bei dir. Du hast deinen Sohn nicht im Dunkel des Todes gelassen, sondern auferweckt zum neuen unvergänglichen Leben. So geleite auch unsere Verstorbenen durch den Tod zum Leben; uns aber führe durch die Trauer in die Freude. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
 
Unverloren – unverlierbar
Du kannst nicht tiefer fallen
als nur in Gottes Hand,
die er zum Heil uns allen
barmherzig ausgespannt.
 
Es münden alle Pfade
durch Schicksal, Schuld und Tod
doch ein in Gottes Gnade
trotz aller unsrer Not.
 
Wir sind von Gott umgeben
auch hier in Raum und Zeit
und werden in ihm leben
und sein in Ewigkeit.
Arno Pötzsch (1941)

Gedicht „Für Paul“
Wenn ich dir Blumen bringe
vor dein Bild stelle an deine Ruhestätte lege
– wie oft hast du mir Rosen gebracht –
wünsche ich mir so sehr,
dass die Liebe
Raum und Zeit überwindet.
 
Wenn ich eine Kerze entzünde
vor deinem Bild an deiner Ruhestätte
– du liebtest ihren warmen Schein –
hoffe ich inständig,
dass wir uns wieder sehen
einst im Licht.
 
Wenn ich die Hände falte und bete
vor deinem Bild an deiner Ruhestätte
– du warst im Glauben verwurzelt –
vertraue ich zutiefst,
dass mein Gebet
die Brücke schlägt
von mir zu dir.
(© Emmy Grund)

 
 
 

Ansprechpartner bei einem Todesfall

ERSTER ANSPRECHPARTNER für die Angehörigen ist in der Regel die
Friedhofsverwaltung Bruchsal
Friedhofstr. 31
    07251 - 79 297
oder das Bestattungsinstitut.

 

 

Allgemeines zum nötigen Datenschutz:

 

Interesse an einem Clip mit Anselm Grün?

Er erläutert darin seine Gedanken über Tod und Sterben: