Vor 30 Jahren begann sie, die Partnerschaft des Bruchsaler Perukreises mit den Gemeinden San Pedro und San Pablo in den Südanden. In diesen vergangenen drei Jahrzehnten sind dabei tiefe Freundschaften entstanden. Davon konnte man sich vor einiger Zeit ein Bild machen, denn der Perukreis der Seelsorgeeinheit St. Vinzenz gab in einer Fotoausstellung in der Bruchsaler Stadtbibliothek vielfältige Einblicke in diese Verbindung zwischen Ländern und Gemeinden, die nicht nur Grenzen abbaut, sondern vor allem Menschen zusammenbringt: Die wirklich sehenswerte Ausstellung mit dem beziehungsreichen Titel "Das Antlitz der Anden" war über mehrere Wochen in der Stadtbibliothek Bruchsal zu sehen.
Beim Betrachten der Bilder fallen sie einem sofort ins Auge: Kinder, Erwachsene, alte Menschen in Großaufnahme, fotografiert bei ihren Alltagstätigkeiten als Bauern in den peruanischen Anden, auf 3500 m Höhe, zwischen der alten Inkastadt Cusco und dem Titicacasee gelegen. Von den einfach gerahmten Motiven geht eine stille und zugleich starke Anziehungskraft aus. Denn man erkennt augenblicklich, wie Freundschaft aussieht und was sie bedeutet. Mit stets liebevoll-offenem Blick bis ins Detail hat Elisabeth Rieger bei ihren wiederholten Besuchen vor Ort in den hochgelegenen Andengemeinden die Landschaft und die Natur, vor allem aber die Menschen in den Blick genommen und abgelichtet. Schließlich sind für sie "die Menschen der wichtigste Teil der Partnerschaft".
Bei der Ausstellungseröffnung im Frühjahr 2023 erzählt Rieger stellvertretend für den Perukreis, wie alles begann im März 1993 und wie aus dem Projekt der damaligen Pfarrei St. Peter mittlerweile ein Anliegen der Bruchsaler Seelsorgeeinheit geworden ist, das auf eine 30-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann. In ihrer erfrischenden und mitreißenden Art verknüpft sie Anekdoten und persönliche Reiseberichte mit politischen und gesellschaftlichen Fakten und ermöglicht den zahlreichen Zuhörern so eine spannende Gedankenreise.
Quelle: Simone Staron, staronwerk.de
Von ihr erfährt man, wie sich im Perukreis St. Peter Christen zusammengefunden haben, die ehrenamtlich die Kontakte mit den kleinen Gemeinden San Pedro und San Pablo in Sicuani in den Südanden pflegen und diese durch Spendenaktionen für Altenspeisungen, pastorale und soziale Aufgaben unterstützen.
Perukreis: Wir und unsere Arbeit
Ziel unserer Arbeit ist es, am Brückenbau zwischen den Kontinenten mitzuwirken (wir arbeiten ja im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Erzdiözese Freiburg und Peru). Zwar unterstützen wir unsere Freunde auch finanziell in ihrer pastoralen Arbeit, doch halten wir dies nicht für das Wesentliche unserer Bemühungen. Vielmehr versuchen wir, unsere Brüder und Schwestern in Peru in ihrer Religiosität und mit ihren Problemen besser zu verstehen und ihnen auch unsere Art näher zu bringen. Genauso wichtig aber erscheint es uns, den Partnerschaftsgedanken in unserer Gemeinde immer mehr zu vertiefen.
Diesen Zielen dient unsere praktische Arbeit im Perukreis. Wir sind im Augenblick sieben Personen, darunter zwei Peruanerinnen. Einmal im Monat treffen wir uns reihum bei verschiedenen Mitgliedern, diskutieren Fragen der Partnerschaft, schreiben Briefe und planen Aktionen.
Einmal im Jahr veranstalten wir einen Perutag, an dem wir nach dem festlichen Gottesdienst unseren Besuchern neben Informationen auch peruanische Spezialitäten anbieten.
Danke all den Menschen aus unseren Gemeinden, welche uns seit vielen Jahren die Treue halten und unsere Arbeit für eine solidarische Welt finanziell unterstützen. ¡Muchas gracias! Ihr Perukreis St. Vinzenz
Ansprechpartner Perukreis
Sie haben Fragen?
Bitte wenden Sie sich an: Elisabeth Rieger 07251.89880
Mitglieder Milly Benz Gisela Enderlin Albert Häcker Herma Häcker Elisabeth Rieger Hannelore Schwarz Nancy Schweikert Lore Wermuth Bernhard Köhler Monika Schlindwein Andrea Heilmann Veronika Haferkamp Elke Rietmüller