Selbstversorgerhaus im Schwarzwald

 
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Bei Oppenau im Nordschwarzwald liegt der „Schwarzschniederhof“. Er wurde im Jahr 1968 durch den damaligen Verein „Kath. Ferienkolonie Oppenau e. V.“ erworben, dessen Mitglieder der Hofpfarrei St. Damian und Hugo in Bruchsal angehörten. Als erster Vorsitzender des Vereins wirkte Herr Pfarrer Günter Hirt, der damals Kaplan in der Hofpfarrei war.
Später wurde der Trägerverein umbenannt in „Schwarzschniederhof Oppenau e. V. • Freizeithaus — Kath. Hofpfarrei Bruchsal“.
Heute ist der Hof im Besitz der katholischen Seelsorgeeinheit St.Vinzenz Bruchsal.
Das Freizeithaus dient in erster Linie den in der katholischen Seelsorgeeinheit St.Vinzenz Bruchsal ansässigen Gruppen der kirchlichen Jugend–, Familien– und Seniorenarbeit, steht jedoch auch anderen Gruppen zur Nutzung für Wochenend- und längere Freizeitaufenthalte offen.

Ausstattung

Der Schwarzschniederhof liegt an einem Hang über dem Renchtal und bietet einen wunderbaren Ausblick. Es finden hier 40 Personen Platz in Schlafräumen mit 2-8 Betten, einem großen Ess– und Vortragsraum, einem Lesezimmer sowie modern ausgestatteten Wasch– und Duschräumen. Omnibusse können nicht ganz bis zum Hof heranfahren; der restliche Weg, der zu Fuß zu bewältigen wäre, aber auch mit PKW und Kleinbussen befahrbar ist, beträgt ca. 8 Gehminuten. Das Haus ist nicht bewirtschaftet, die Gruppen haben also die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen. Hierzu steht eine geräumige und modern ausgestattete Küche mit vier Gaskochstellen und Spülmaschiene in Gewerbeausführung und einem Haushalts-Elektroherd mit Heißluftbackofen zur Verfügung. Kühlschrank und Gefriertruhe sowie ein separater Getränkekühlschrank sind ebenfalls vorhanden.
  
 

Freizeit

Der anerkannte Luftkurort Oppenau liegt an der B 28 im Renchtal und ist über die BAB 5 – Abfahrt Appenweier – zu erreichen. Bahnhof und Busanschluss in Oppenau sind ebenfalls gegeben. Der Schwarzschniederhof liegt ca. 10 Gehminuten vom Stadtrand entfernt; zum Waldrand sind es nur 150 m.

Es lassen sich von Oppenau aus zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wahrnehmen.
Beispielhaft einige Vorschläge für Halbtageswanderungen:
Hochebene • Allerheiligenwasserfälle • Lierbachtal Jägersbirk (Weg beginnt direkt hinter dem Hof) • Breitenberg-Meisachtal • Kalikutt-Moosturm Zuflucht • Alexanderschanze Rackkopf • Braunenberg • Bad Peterstal (Rückfahrt mit dem Bus)
Weitere Freizeitmöglichkeiten in der Gegend lassen sich über www.oppenau.de einfach abfragen.

Um das Haus liegen geräumige Freiflächen, die für Spiele wie Federball, Volleyball, Tischtennis usw. geeignet sind.
Eine Tischtennisplatte und auch ein Lagerfeuerplatz sind vorhanden.
Wichtige Entfernungen (Fußweg):
Bahnhof Oppenau 1,3 km
Post 1 km
Kath. Kirche 1 km
Ev. Kirche 1,3 km
Schwimmbad 1,1 km
Kleinebene mit Trimmpfad, Spielplatz und Grillstation 1,6 km
Hallenbad Bad Peterstal 8 km
Skilift Zuflucht 9 km
 

Geschichte

Der Name „Schwarzschniederhof„ Es ist eine Eigenart im Kirchspiel Oppenau, dass fast jeder Einwohner einen Spitznamen hat. Der Spitzname ist Übername, Hofname, Familienbezeichnung, die zum eigentlichen Namen hinzugefügt wird oder auch an seine Stelle treten kann im alltäglichen Sprachgebrauch. Der

Spitzname bedeutet aber keine Abwertung des Namensträgers.
Diese Eigenart ist begründet in dem Umstand, dass die Familiennamen der einheimischen Geschlechter oft und immer wieder vorkommen, z. B. die Huber, Braun, Doll, Müller usw. Dies hat seinen Grund in der geographischen Lage des Kirchspiels: Es ist rings umgeben von hohen Bergen und in früheren Zeiten, als es noch keine Motorräder und Autos gab, war es sehr beschwerlich für einen auswärtigen Liebhaber, zu einem Mädchen ins Renchtal zu kommen. Deshalb kam es selten zu neuen Geschlechternamen.

Dazu kommt noch, dass die Gegend nur wenige Vornamen kennt: Man wählte nur Namen, die in der Sippe schon vorkamen. So hießen die Buben eben Ludwig, Josef, Franz, Anton oder Karl; die Mädchen hießen Anna, Maria, Theresia oder Franziska.
Als Ergebnis hiervon gab es viele „Ludwig Huber„ oder „Anna Maria Braun„, so dass man zur Unterscheidbarkeit gezwungen war, die oben erwähnten Beinamen zu vergeben. Diese Beinamen wurden auch auf den Hof oder die Wohnstätte übertragen und vererbten sich von Generation zu Generation. Wenn ein neuer Besitzer den Hof übernahm, ist auch der Hofname auf ihn übergegangen.
Das Grundstück „Schwarzschniederhof„ gehörte ursprünglich zum Zieglerhof, einem der drei Farnhöfe. Es wurde 1841 vom Zieglerhof abgetrennt. Der Käufer war ein Josef Doll aus Griesbach. Nach einer alten Überlieferung wurde er schon in seiner Heimat „Der Schwarzschnieder„ genannt, denn er war von Beruf Schneider und hatte einen großen schwarzen Bart. Er wurde auch in seiner neuen Heimat Schwarzschnieder genannt und dieser Name ist dann auf seinen Sohn Matthias und auf alle Nachkommen übergegangen. Die Bezeichnung Schwarzschnieder ist mit dem Haus so eng verbunden, dass sie wohl für die Zukunft erhalten bleiben wird. Unser Freizeithaus jedenfalls wird weiter „Schwarzschniederhof„ heißen.

  

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