Der Kreuzweg in der Hofkirche zu Bruchsal ist in Holz geschnitten auf 14 Tafeln 80 x 70 cm. Vor der endgültigen Farbgebung in Gold und Weiß wurden von den verschiedenfarbigen Holzstöcken eine begrenzte Zahl von Abdrücken gefertigt.
Diesem Kreuzweg lag weitgehend zugrunde der im Rembrandt-Verlag erschiene erste Kreuzweg mit den Meditationen von Stefan Kardinal Wyszynski. Mit Rücksicht auf die schlichte Form der wiederaufgebauten Hofkirche und unter Verzicht auf die starke und beeindruckende Farbgebung des oben erwähnten gedruckt vorliegenden Kreuzweges hat Grieshaber sich besonders dem Kruzifix von F. Wotruba, Wien angepaßt. Er steht damit in der guten Tradition der großen Künstler früherer Jahrhunderte, die in der alten Hofkirche tätig waren.
Diesem Kreuzweg lag weitgehend zugrunde der im Rembrandt-Verlag erschiene erste Kreuzweg mit den Meditationen von Stefan Kardinal Wyszynski. Mit Rücksicht auf die schlichte Form der wiederaufgebauten Hofkirche und unter Verzicht auf die starke und beeindruckende Farbgebung des oben erwähnten gedruckt vorliegenden Kreuzweges hat Grieshaber sich besonders dem Kruzifix von F. Wotruba, Wien angepaßt. Er steht damit in der guten Tradition der großen Künstler früherer Jahrhunderte, die in der alten Hofkirche tätig waren.
Gedanken zum Kreuzweg von Prof. Grieshaber
Grieshaber hat diesen Kreuzweg geschaffen zu der Zeit, als die deutschen Bischöfe in Versöhnungsschreiben an ihre Mitbrüder in Polen richteten. Er selbst hat seiner Kreuzweggesstaltung die Kreuzwegbetrachtung von Kardinal Wyszynski, dem Primas von Polen, zugrundegelegt. Die gesamte Bildfolge Grieshabers ist eine Widmung an das polnische Volk. Grieshaber, der bedeutendste Holzschneider unserer Zeit, ist den meisten bekannt durch seine Holzschnitte. Doch geht man nicht fehl, wenn man annimmt, nur wenige fangen mit seinen Bildern auch etwas an.
Grieshabers Bilder sind nicht ohne weiteres verständlich. Man muß sich mit ihnen beschäftigen; man muß versuchen, in sie einzudringen und sich unvoreingenommen mit ihnen auseinander-setzen. Was das Verständnis erschwert, ist die knappe, von Symbolik geladene Zeichensprache. Für ihn ist das Bild eine zeichenhaft verdichtete Aussage, niemals Abbildung oder Illustration. Er will in seinen Figurenbildern nicht den Ablauf, sondern den Sinngehalt einer Szene,also das Unsichtbare sichtbar machen, zeichenhaft verdichten und interpretieren; deshalb die knappe nur auf das Wesentliche beschränkte, formelhafte Zeichensprache, die starke Symbolik der Form.
Aber es ist vielleicht gar nicht so sehr fruchtbar, im voraus viel über Grieshaber zu theorisieren. Lassen wir einfach seine Bilder auf uns wirken; versuchen wir, uns seiner Sprache zu öffnen, seine herbe Zeichensprache zu entziffern.















