Lasst uns miteinander beten, singen, feiern und spielen

04.06.2025 | Patrozinium St. Anton 01.06.2025

An diesem Morgen ist das Gemeindeteam von St. Anton mal wieder früh auf den Beinen. Denn heute wird der Patron ihrer Kirche gefeiert. Alles soll rechtzeitig fertig sein: die Fahnen gehisst, das Gotteshaus geschmückt, das Festzelt aufgebaut, die Getränke gekühlt und die Kohle der Minis rot glühend.

So können Pfarrer Ritzler und 12 Ministranten hinter Weihrauchwolken feierlich in die Kirche einziehen. Dabei singt die Gemeinde das Antoniuslied, kräftig unterstützt vom Kirchenchor. Heute hat die Gemeinde noch einen weiteren Grund zu feiern. Denn es werden drei neue Ministranten in die Ministrantengruppe aufgenommen. Marie Schwandt, Joshua Schulte und Samuel Hellie strahlen miteinander um die Wette. Sie sind sichtlich davon ergriffen, im Gottesdienst mitwirken zu dürfen. Mit großem Beifall werden sie von den Ministranten und der Gemeinde begrüßt. Die Vielfalt der Dienste und Talente greift Pfarrer Ritzler auch in seiner Predigt auf. Ausgehend von Jesu Wort „alle sollen eins sein“, spannt er einen wunderbaren Bogen. Denn eine Einheit in Verschiedenheit gelingt dort, wo es eine verbindende Kraft gibt, die zur Mitte hinführt. Diese Kraft geht vom Heiligen Geist aus, der wie ein Magnet alle auf die Mitte ausrichtet. So kann jeder, der nicht nur das eigene Wohl im Blick hat, einen Beitrag zum großen Ganzen leisten. Einer, dem das besonders gut gelungen ist, war der hl. Antonius. Möge er auch heute nicht nur der sein, der für verlorene Dinge angerufen wird, sondern den man auch um seine Fürsprache bitten darf angesichts der gefährdeten Einheit in Kirche und Staat.
 
Diese Einheit und Einigkeit werden dabei einmal mehr im Gottesdienst in St. Anton spürbar. Kirchenchor und Gemeinde singen miteinander zum Lobe Gottes und füllten den Kirchenraum mit ihrem Gesang. Unter der bewährten Leitung von Markus Bellm ertönen in der Kirche die Orgel wie auch die Kehlen der Singenden in festlichem Klang.
 
Mit dieser Festtagsstimmung feiern nach dem Gottesdienst alle miteinander rund um die Kirche. In diesem Jahr ist auch der Kindergarten dabei, der sein Fest bewusst auf diesen Tag gelegt hat. So kommt jeder auf seine Kosten, und Jung und Alt fühlen sich im Schatten der Kirche und des Kindergartens rundherum wohl. Für Spiel und Spaß sorgt das Kindergartenteam im Garten, und für Essen und Trinken das Gemeindeteam. Alles in allem eine runde Sache zu Ehren des heiligen Antonius und zur Freude all derer, die mitfeiern. Miteinander und füreinander Kirche sein! So machen Glaube und Glaubensgemeinschaft Spaß. Einheit in Vielfalt eben.
 
Text: Erika Gerken
Fotos: Erika Gerken, Rolf-Dieter Gerken und Roland Sand