Von Schätzen und Wertschätzung

15.09.2025 | Seltene Einblicke am Tag des offenen Denkmals 2025

Verborgene Orte öffneten am Tag des offenen Denkmals ihre Pforten, tausende in ganz Deutschland, einige davon in Bruchsal. In der Hofkirche etwa präsentierte Diakon Bernhard Wilhelm kurzweilig Kirchenschätze und deren Geschichte. Außerdem konnten zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher einen seltenen Blick darauf werfen, was sich denn hinter der Kellertür des Kirchenflügels am Bruchsaler Schloss befindet. Hier ging es nämlich mit der mitreißenden Führerin Gertrud Brückmann sprichwörtlich tief in die Geschichte, und zwar hinab ins Lapidarium, das unterhalb der Hofkirche liegt und originale Steinfragmente sowie Grabsteine der Bruchsaler Stadtkirche birgt. 

Etwas mehr als einen Steinwurf entfernt, oben auf dem Berg und unterhalb der barocken Peterskirche stand die Gruft der Fürstbischöfe im Fokus, denn unter anderem darüber informierte gleich in mehreren fachkundigen Kirchenführungen der Förderverein St. Peter. Passend zum diesjährigen Thema des Tags des offenen Denkmals „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich“ ging es den ganzen Sonntag über weiter im Programm, auch mit wechselnden Orgelspaziergängen, bis man am Ende dieses quasi historischen Tages zur Ruhe kommen konnte. Den Abschluss bildete nämlich ein ökumenischer Gottesdienst in der Lutherkirche, zu dem die Bruchsaler Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden (ACG) eingeladen hatte. In Liedern, Lesungen und Predigten kamen die vielfältigen Aspekte von Kirche zum Tragen, ob als geschichtsträchtige Trutzburg, bildgewaltiges Prachtschloss oder moderner Schutzraum. Die inspirierenden Bildmotive, die Gemeindereferentin Marieluise Gallinat-Schneider zu diesem Thema gesammelt hatte, bleiben als wert-volle Erinnerung an diesen Septembersonntag.
 
Übrigens: In unserer Bildergalerie können Sie sich ganz einfach noch mal durch einige Stationen klicken!
 
Text: Katharina Werle
Fotos: Fotofreunde Heidelsheim